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SPD Kasseedorf.

Schulbusverkehr :

Pressemitteilungen

Die Vergabe der Buslinien im mitteren Ostholstein an einen neuen Betreiber führt zu erheblichen Nachteilen für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Kasseedorf. Die Schülerbeförderung hat sich im Vergleich zu der Situation vor den Ferien wesentlich verschlechtert.

Kasseedorf, 10.09.2010 Betr. : Schulbusverkehr Auf der Sitzung des Schulverbandes Bungsberg am 01.07.2009 war vom Kreis Ostholstein Herr Klose, als zuständiger Mitarbeiter anwesend und erklärte den anwesenden Verbandsmitgliedern anhand eines Power-Point-Vortrages das neue Konzept zum ÖPNV bzw. zur Schülerbeförderung. Die neuen Verträge mit einem neuen Beförderungsunternehmer sollten zum 1.8.2010 abgeschlossen werden. Herr Klose erklärte, dass zunächst die vorhandenen Fahrpläne zur Ausschreibung zu Grunde gelegt werden. Der Vertrag ist so offen, dass Änderungen kurzfristig berücksichtigt werden können. Auch auf Nachfragen hin äußerte sich Herr Klose: „Es werde alles so bleiben wie bisher und es werde noch Verbesserungen geben.“ Am heutigen Tage wären wir alle sehr froh wenn wir das Fahrangebot von vor den Sommerferien wieder hätten. Was wir zur Zeit vorfinden ist wirklich katastrophal! Und das kann nicht alles nur an der verspäteten Auftragsvergabe liegen. Es entsteht der Eindruck, hier sollen auf Kosten unserer Kinder Fahrkostenbeiträge für den Kreis Ostholstein eingespart werden. Als Schulverbandsmitglied fühle ich mich vom Kreis getäuscht, wo ist das versprochene gleiche Angebot wie vorher? Wo ist die Verbesserung? Was mutet man unseren Kindern eigentlich zu? Wartezeiten oder Fahrzeiten von 1 Stunde, umsteigen an Hauptverkehrsstraßen. Busse, die überfüllt sind und Kinder, die an den Haltestellen stehen gelassen werden. Busfahrer, die nur mit Hilfe der Kinder die Haltestellen finden, bzw. den richtigen Weg einschlagen. Das ist im Zeitalter von Navigationsgeräten in keiner Weise akzeptabel. Busverbindungen wurden gestrichen – dieses trifft nicht nur die Schüler sondern auch Berufstätige, ältere Mitbürger und Mitbürger die kein Auto haben. Fahrpläne, die Erstklässlern zumuten von 6:55 bis nach 13:00 Uhr von zuhause weg zu sein, sind nicht hinnehmbar. Besonders wenn der direkte Weg zur Schule nur 10min beträgt. Grundschulkinder, die um 8 Uhr in der Schule sein müssen, deren Bus aber Bus erst um 8:09 Uhr an der Schule ankommt werden gezwungen einen früheren Bus, der bereits um 6:55 Uhr am Wohnort abfährt, zu nehmen und müssen sich dann in der Schule die Zeit vertreiben. Das ist eine Fehlplanung. Die Buszeiten sind in keinster Weise den Schulzeiten angepasst, so dass ganze Klassen bereits vor Unterrichtsende entlassen werden müssen um ihren Schulbus zu erreichen. Schüler aus der Gemeinde Kasseedorf müssen jetzt über Gömnitz und Bujendorf fahren um nach Eutin zu gelangen. Die Rückfahrt erfolgt über Röbel wo die Schüler umsteigen müssen. Leider werden nicht alle Orte angefahren, so dass einige Schüler dann einen Fußmarsch von ca. 2 km machen müssen - und das bei Wind und Wetter. Dafür zahlen Kreis und Schulträger dann die gleichen Beiträge wie vorher? Und nach der jetzigen Beschlusslage der schwarz/gelben Landesregierung sollen auch die Eltern zur Zahlung der Fahrkosten herangezogen werden. Erst werden Schulstandorte in der Fläche verkleinert, die Hauptschulen werden aufgelöst und in naher Zukunft werden kleine Grundschulen geschlossen. Wir Eltern haben die freie Schulwahl, nur haben wir keine ausreichende Busverbindung, damit unsere Kinder die gewählten Schulen besuchen können. Die Beförderung ist dann wieder Elternsache. Welche Eltern zahlen für einen Busverkehr, der es nicht schafft ihre Kinder kindgerecht und zeitnah in die Schule und zurück zu bringen. Wenn der Kreis Ostholstein so weiter macht, hat er den ÖPNV in der Fläche kaputt organisiert. Es kann nicht sein, dass der ÖPNV sich nur an den Städten orientiert und der ländliche Raum aufgegeben wird. Der Kreis Ostholstein sollte seine Verantwortung gegenüber seinen Bürgern annehmen und deren Interessen gegenüber dem Betreiber der Buslinien durchsetzen. Die Zugeständnisse an den Betreiber erst ab 01.01.2011 einen vollständigen Fahrplan anbieten zu müssen sind weder erklärbar noch hinnehmbar. Wenn der Betreiber nicht in der Lage ist diese Leistung zu erbringen, hätte er den Zuschlag nicht erhalten dürfen. Nachbesserungen sind jedoch umgehend einzufordern. Wir fordern den Kreis auf: Geben sie uns die alten Busfahrzeiten und Buslinien wieder - und das nicht erst im Januar 2011.

SPD-Fraktion Kasseedorf
Regina Voß

SPD-Ortsverein Kasseedorf
Christian Stahl

 

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